Schnellantwort: Ein Liter Dispersionsfarbe deckt 10–12 m² auf glattem Untergrund in einem Anstrich. Für ein 12-m²-Zimmer (ca. 42 m² Wandfläche) brauchen Sie etwa 5 Liter für zwei Anstriche. Immer aus derselben Charge kaufen.
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Farbenrechner — Wie Viel Farbe Brauche Ich?
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Wie berechnet man den Farbverbrauch?
Der Farbverbrauch berechnet sich als (streichbare Fläche × Anzahl Anstriche) ÷ Ergiebigkeit plus 10% Zuschlag. Die streichbare Fläche eines Zimmers ist die Gesamtwandfläche minus Türen und Fenster. Eine Standardtür ist ca. 1,85 m², ein Standardfenster ca. 1,4 m². Dieser Rechner zieht sie automatisch ab. Die Ergiebigkeit variiert je nach Farbentyp — Standard-Wandfarbe deckt 10–12 m²/L auf glattem Untergrund.
Wie viele Liter Farbe für ein Schlafzimmer?
Ein typisches Schlafzimmer von 4×3,5 m mit 2,4 m Raumhöhe hat ca. 32 m² Wandfläche (minus Türen und Fenster ≈ 27 m² streichbar). Bei 10 m²/L mit 2 Anstrichen: 27 × 2 ÷ 10 = 5,4 Liter. Zwei 3-Liter-Gebinde kaufen. Für die Decke (4×3,5 = 14 m²): 14 × 2 ÷ 10 = 2,8 Liter — ein 3-Liter-Gebinde reicht.
Wie viele Anstriche brauche ich?
1 Anstrich: Ausbesserungen in gleicher Farbe auf intaktem Untergrund. 2 Anstriche: Standard für die meisten Arbeiten. 3 Anstriche: Neugips (sehr saugend), drastische Farbwechsel von dunkel nach hell. Bei Neugips zuerst einen Haftgrundanstrich (Farbe 20% verdünnt) auftragen.
Ergiebigkeit nach Farbentyp
Standard-Wandfarbe: 10–12 m²/L auf glattem Untergrund. Seidenglanzfarbe: 8–10 m²/L. Fassadenfarbe: 3–5 m²/L. Grundierung: 6–8 m²/L. Auf neuen oder porösen Untergründen kann die Ergiebigkeit beim ersten Anstrich um 30–50% sinken.
Häufige Fragen
Wie viel Farbe für ein 12-m²-Zimmer?
Ein 3,5×3,5 m Zimmer mit 2,4 m Höhe hat ca. 30 m² streichbare Wandfläche. Bei 10 m²/L mit 2 Anstrichen: 6 Liter. Zwei 4-Liter-Gebinde kaufen.
Brauche ich spezielle Farbe fürs Badezimmer?
Ja — Seidenglanz oder Halbglanz verwenden, idealerweise als "Bad und Küche" deklariert. Diese sind feuchtigkeitsbeständiger und abwaschbar. Matte Farbe saugt Feuchtigkeit auf und entwickelt Schimmelflecken.
Farben in Deutschland: Qualitätsklassen und Ergiebigkeit
Der deutsche Farbmarkt unterscheidet Produkte nach Deckvermögen-Klassen (Klasse 1–4) gemäß DIN EN 13300. Klasse 1 (höchste Deckkraft) bedeutet vollständige Abdeckung in einer Schicht — dies erreichen nur Premiumprodukte wie Brillux, Caparol oder Alpina Premium. Die angegebenen Ergiebigkeiten von 10–14 m²/Liter gelten für glatte Untergründe in Klasse 1. Auf rauem Putz, Raufaser oder strukturierten Oberflächen sinkt der Wert auf 6–9 m²/Liter.
Typische Anstriche in Deutschland
Raufasertapete mit Dispersionsfarbe ist in deutschen Altbauwohnungen nach wie vor die häufigste Kombination — erfordert 15–20% mehr Farbe als glatter Untergrund. Silikonharzfarben (z.B. Caparol Muresko) werden für Außenfassaden bevorzugt, da sie schmutzabweisend und dampfdurchlässig sind. Kalkfarbe erlebt eine Renaissance in der Altbausanierung (Fachwerk, Naturstein) wegen ihrer Feuchtigkeitsregulierung. VOC-arme Dispersionsfarben sind in Deutschland durch die Decopaint-Richtlinie (2004/42/EG) gesetzlich vorgeschrieben.
Praxisbeispiel: Wohnung streichen in Deutschland
Wohnung 75 m² Wohnfläche mit 2,55 m Raumhöhe. Wandfläche geschätzt: ~190 m² (nach Abzug von Türen und Fenstern). Zwei Anstriche mit Dispersionsfarbe Klasse 1 (Ergiebigkeit 10 m²/L) = 38 Liter. Kaufen Sie einen 15-L-Eimer + einen 15-L-Eimer + einen 10-L-Eimer. Markenfarbe Klasse 1 kostet in Deutschland 35–60 € pro 10-Liter-Eimer im Baumarkt (Obi, Bauhaus, Hornbach). Günstigere Eigenmarken liegen bei 18–28 € pro 10 L, aber mit geringerer Deckkraft.
Farbenklassen nach DIN EN 13300 — Was bedeuten sie?
In Deutschland sind Dispersionsfarben nach DIN EN 13300 in Klassen eingeteilt. Deckvermögen Klasse 1 (höchste): vollständige Abdeckung in einer Schicht, wie Caparol Amphibolin, Brillux Fino oder Alpina Weiß. Klasse 2: gute Abdeckung, zwei Schichten empfohlen — Mittelklasse wie Baumarkt-Eigenmarken. Klasse 3–4: geringes Deckvermögen, nur für Zwischenbeschichtungen. Nassabriebfestigkeit Klasse 1 (höchste): für Küche, Bad, Flur — stark strapazierte Flächen. Klasse 2: Wohnräume. VOC-Gehalt: nach EU-Decopaint-Richtlinie max. 30 g/L für Innenfarben (Stufe II ab 2010) — alle deutschen Markenfarben erfüllen dies.
Farbpreise bei deutschen Baumärkten (2025)
Richtwerte für Dispersionsfarbe Innen bei OBI, Bauhaus, Hornbach: Eigenmarke Klasse 2, 10 L ca. 18–28 €. Markenfarbe Klasse 1 (Alpina, Brillux), 10 L ca. 35–55 €. Caparol Amphibolin 10 L ca. 55–70 €. Fassadenfarbe Silikonharz (Caparol Muresko), 10 L ca. 65–85 €. Kalkfarbe (Kreidezeit, Auro), 10 L ca. 40–60 €. Grundierung (Tiefengrund), 10 L ca. 12–18 €. Für das Streichen einer 75 m² Wohnung (ca. 190 m² Wandfläche, 2 Anstriche, 10 m²/L) benötigen Sie ca. 38 Liter — entspricht etwa 3–4 Eimer à 10 L.
Raufaser in Deutschland — Sonderfall beim Farbverbrauch
Raufasertapete ist in deutschen Altbauwohnungen nach wie vor weit verbreitet. Beim Streichen über Raufaser müssen Sie den Farbverbrauch erhöhen: Raufaser fein: ca. 20% mehr als glatte Wand. Raufaser mittel: ca. 35% mehr. Raufaser grob: bis 50% mehr. Bei der ersten Renovierung über Raufaser empfiehlt sich eine Grundierung (Tiefengrund) vorher — ca. 3–5 €/m² zusätzlich, spart aber Farbe und verbessert die Haftung erheblich. Besonders wichtig bei dunklen Farben über weißer Raufaser: mindestens 2–3 Anstriche einplanen.